Mittwoch, 12. November 2014

Sensor entstauben und Displaywechsel bei der Panasonic Lumix ZX-1

Seit einigen Jahren mache ich meine Fotos mit einer Lumix ZX-1 von Panasonic. 



Da sie schön klein und handlich ist (100 x 25 x 58 mm), ließ ich mich hinreißen, sie ungeschützt in der Jackentasche oder Hosentasche zu tragen. 
Dummerweise treiben sich in den Tiefen dieser Futterale auch so allerlei Gekrümel und Gefussel rum, die nichts besseres zu tun hatten, als sich durch die Öffnungen des Objektives zu quetschen und sich fortan auf der Oberfläche der inneren Linsen zu sonnen.

Je nach Beleuchtungssituation, Zoomeinstellung und Fokuslage wurden diese unliebsamen Gesellen auf dem Endprodukt der fotografischen Konserve sichtbar:



Das Einblasen von Druckluft durch die Ritzen des Objektivs pustete die Ablagerungen von der Linse. Jedoch rotteten sie sich anschließend auf den Sensor zusammen, wo sie noch deutlicher Einfluss auf die Bildqualität nahmen - oh elendes Gelerch!



Eine Recherche im Internet brachte ein Video über das Reinigen des Sensors und die notwendigen Schritte zum Zerlegen der Kamera zu Tage.





Es handelt sich bei der gezeigten Kamera zwar nicht um mein Modell, die Vorgehensweise ist jedoch übertragbar, da die ZX-1 ähnlich aufgebaut ist.
Die Reinigung des Objektiv-Innenraumes und der Sensor-Oberfläche erfolgte mit einem kleinen Blasebalg. Wichtig ist, dass das Reinigen und das Wiederverschließen des Objektives zügige erfolgt, damit kein weiterer Staub aus der Raumluft sich ablagern kann (Wer hat schon einen Reinstraum?).

Nach Reinigung ein sichtbar besseres Ergebnis:



... das ich jedoch nicht auf dem Display zu sehen bekam, da mir ein "kleines Missgeschick" unterlaufen ist.

Anders als im Video gezeigt, hatte ich die Folienleiter zum Display und zur Displaybeleuchtung abgezogen, um die Rückwand beiseite legen zu können. Beim Wiedereinsetzen des Display-Folienleiters habe ich etwas zu viel Kraft aufgewand, da die Kontaktverriegelung nicht richtig geöffnet war und habe dadurch den Leiter beschädigt. Das Display blieb dunkel.



Auf zur Ersatzteilsuche und binnen kurzer Zeit auch fündig geworden.
Ein Ersatzdisplay war bei http://chip-tip.de/ preiswert zu bekommen und bei YouTube findet sich sogar ein Video dieser Firma, wie man das Display wechselt:



Die beiden letzten Rahmen, die im Video vom Display gelöst wurden, waren beim erworbenen Modell schon vorhanden, was den Einbau verkürzte.
Und diesmal habe ich habe ich auf die offene Kontaktverriegelung geachtet, wodurch das Einschieben des Folienleiters ohne großen Kraftaufwand möglich war. Ein kurzer Funktionstest vor dem Schließen des Gehäuses, zeigte den Erfolg der Aktion.
6 Schrauben später war die Lumix ZX-1 wieder voll einsatzbereit.



... und ich war erleichtert einen Neukauf abgewendet zu haben.

Off-Topic:
Nicht, dass ich nicht gerne eine neue Kamera besitzen würde. Neue Ausstattungsmerkmale, wie NFC und WLAN, sind schon sehr verlockend. Der Aufwand eine ähnlich kompakte Kamera wie die ZX-1 mit brauchbarer Abbildungsleistung zu finden, ist jedoch enorm. In diesem Preissegment haben sich die Hersteller leider dem "Je-mehr-Pixel-umso-besser-Marketing" verschrieben.
Da die Sensoren aus Kostengründen nicht größer werden, leidet die Bildqualität durch Rauschen. Glaubt man den Tests von Fachprotalen, wie z.B. ColorFoto, so ist das Rauschen oft schon bei ISO100 zu entdecken und nimmt deutlich bei höheren Empfindlichkeitsstufen zu.

Ich habe mir durch die Reparatur die Qual der Wahl der besten schlechten Kamera erspart ;-)

Dienstag, 23. September 2014

Messgerät DT-830B mal 3



Vor einigen Jahren hatte ich mir ein preiswertes Digitalmultimeter "HILIX DT-830B"  (1) zugelegt, dass im kleinen Werkzeugkoffer meines Autos Platz finden sollte und bei dem ein paar Kratzer nicht so schmerzen, wie bei einem teuren Gerät. 

Auf der Suche nach Einbauinstrumenten für ein Netzgerät kam mir die Idee, zweckentfremdend eben solche Multimeter dafür zu nutzen. Sie werden im Netz für unter 
5 € angeboten. 
Die erste Lieferung (2)  erfolgte mit defekter Messleitung und funktionierte erst nach Tausch der im Lieferumfang enthaltenen defekten Batterie (0 V - wirklich defekt). Die Ersatzlieferung (3) funktionierte auf Anhieb , befand sich jedoch in einer anders gestalteten Verpackung. 

Nun habe ich also 3 Messgeräte mit der Bezeichnung DT-830B, die neueren ohne Markennahme HILIX, die sich äußerlich ähneln und laut Beschreibung den gleichen Funktionsumfang besitzen.
Aber man soll ja nicht nur auf Äußerlichkeiten achten. Wie sieht es denn mit den "inneren Werten" aus?


Aufgeschraubt: 




Gerät 1 - der "Altbestand"

... wurde noch überwiegend bedrahtete Bauelemente verwendet, Die Buchsen sind mit der Platine verlötet, die Stabilität der Platine wird an dieser Stelle durch eine Unterstützung in der unteren Gehäuseschale erreicht. Die 200 mA Feinsicherung ist gesteckt und somit einfach zu tauschen.


Gerät 2 - die "Erstlieferung"

... des neuen Gerätes sieht deutlich anders aus. Hier kommen überwiegend SMD-Bauteile zum Einsatz und die Platine ist kleiner. 
Die Anschlüsse für die Batterie sind nicht als solider Clip ausgeführt, sondern als zwei mit der Platine verlötete Federn, die einiges an Geduld und Fingerfertigkeit verlangen, wenn man eine Batterie einsetzen möchte, da sie nicht parallel ausgerichtet sind. Sie mussten mit Werkzeug in die richtige Position gedrückt werden, und nach mehreren Versuchen sind sie auch in dieser Position verblieben, ohne aus den Kontakten wieder raus zu flutschen. 

Die Buchsen sind verlötet, und auch hier unterstützt ein Stift in der Unterschale die Platine im Bereich der Buchsen, fühlt sich für mich jedoch deutlich instabiler an. Der Stift drück zwischen der unteren COM-Buchse und der mittleren Buchse auf die Platine. Die COM-Buchse ist somit quasi "freischwingend". Vermutlich wird dieser Teil der Platine irgendwann beim Einstecken der Messleitung abbrechen.
Die steckbare Feinsicherung hat einer verlöteten bedrahteten Sicherung - jetzt 500 mA - Platz gemacht


Gerät 3 - das "Ersatzgerät"

... hat wiederum ein anderes Innenleben. Die Platine wurde erneut verkleinert. Der Batterieanschluss ist wieder als Clip ausgeführt. 
Die Buchsen bestehen nur noch aus gebogenen Blechstreifen, die durch Gehäusestifte an ihrer Position gehalten werden. Diese Konstruktion fühlt sich jedoch stabiler an, als bei Gerät (2).


Die Feinsicherung - auf der Gehäuserückseite und in der Anleitung mit 500 mA angegeben - konnte ich jedoch nicht finden. Auch auf der Platinenrückseite keine Spur einer Sicherung. 
Evtl. ist sie als SMD-Bauteil vorhanden, ist als solche dann jedoch nicht gekennzeichnet, was den Austausch erschwert.


Apropos Sicherung: in beiden Bedienungsanleitungen der Geräte (2) und (3) steht


Wie das mit einer 500 mA Sicherung oder evtl. keiner Sicherung funktioniert, ist mir ein Rätsel.


Messungen

Zum weiteren Vergleich der Messgeräte habe ich exemplarisch eine Spannungsmessung mit Gleichspannung im 20 V Messbereich und Strommessungen mit Gleichstrom im 200 mA und 10 A Messbereich durchgeführt.

Die Genauigkeit wird bei den Messgeräten wie folgt angegeben:


Die Spannungsmessung erfolgte mit 15 V. Um keine Abweichungen durch die Messleitungen zu erhalten, wurden die Spannungsmessungen nacheinander durchgeführt. Zur Kontrolle der Spannungsstabilität habe ich ein Fluke 8800A parallel geschaltet.


Während der gesamten Messung veränderte sich der Messwert der Speisespannung nicht.

Mit welchen Abweichung zwischen realem Wert und Anzeige ist zu rechnen?

Beim Fluke 8800A werden 15 V angezeigt. Die Genauigkeit des Fluke (0,005% Input + 0,001% Range) lässt einen realen Wert von 14,99 V ... 15,01 V erwarten.

Im 20 V Messbereich der Testgeräte liegt der reale Messwert um 1,2% über oder unter dem abgelesenen Wert (rdg = reading). Zusätzlich kann bei der letzten Stelle der Anzeige der Wert um 2 Zähler (D = digit) über oder unter dem abgelesenen Wert liegen.

D.h. für abgelesene 15 V kann der  reale Wert irgendwo zwischen 14,80 V und 15,20 V liegen.


Die Anzeige von Gerät 2 weicht ab. Aber auch bei 14,91 V Anzeigewert könnte der reale Wert zwischen und 14,71 und 15,11 V liegen, was bei erwarteten 15V noch im Rahmen der Spezifikationen liegt.

Für die Strommessungen habe ich alle Geräte in Reihe geschaltet. Zur Genauigkeit sind folgende Angaben gemacht:


Messung im 200 mA Bereich:


Die Messwertinterpretation:

1: Anzeige 170,8 mA --> realer Wert: 167,2 mA ... 174,4 mA
2: Anzeige 179,1 mA --> realer Wert: 175,3 mA ... 182,9 mA
3: Anzeige 171,8 mA --> realer Wert: 168,2 mA ... 175,5 mA

Die Schnittmenge für den realen Wert ist damit schon sehr klein geworden. Die Anzeige von Gerät 2 kann man durchaus als Ausreißer betrachten. Der Dezimalpunkt ist der Anzeige auch abhanden gekommen.


Messung im 10 A Bereich:


Ein Messwertbereich, in dem Einigkeit unter den Geräten herrscht.

Fazit:

Die Messgeräte wurden leichter und billiger. Die Qualität wurde jedoch fragwürdiger. Besonders die mechanische Verarbeitung der Buchsen, die bei üblicher Nutzung stark beansprucht werden, lässt vermuten, an welcher Stelle die Geräte (2) und (3) zuerst einen Ausfall zeigen werden. Für meinen Einsatzzweck werde ich die Buchsen nicht benötigen.
Gerät 1 bleibt in der Werkzeugkiste. Ein Multimeter, das dort mehr als 10 Jahre "überlebte", hat seine Robustheit unter Beweis gestellt.


Ein unter gleicher Bezeichnung "DT-830B" vertriebenes Gerät wurde 2007 von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in der Unterlassungsverfügung (1/07, Seite 9) als gefährliches technisches Produkt aufgeführt.
Man beachte auch die Anmerkung "*) Hinweis" auf dieser Seite, die Nahe legt, sich im Zweifelsfall vor Kauf beim Händler, Importeur oder Hersteller die Nachbesserung zur Einhaltung der Produktsicherheitsrichtlinien bestätigen zu lassen.



Dienstag, 12. August 2014

Einschläge hinterlassen Krater

... so auch im Fall von Überspannung durch einen nahen Blitzeinschlag.


Es handelt sich um ein LAN-Chip der Firma Realtek, der in einem Netgear AV200 Powerline Adapter verbaut wurde. Die Überspannung hat kurzerhand das Chip-Die aus dem Gehäuse gesprengt.
Sie trat vermutlich auf der DSL-Leitung auf. Der Router hat ebenfalls, jedoch ohne mechanische Schäden, das Zeitliche gesegnet. Zuvor ließ er es sich jedoch nicht nehmen, die Überspannung an das LAN weitergegeben. 





Montag, 30. Juni 2014

Low Cost Tablet-Ablage

Eine Bauanleitung für eine faltbare Tablet-Ablage aus Holzresten.


Material:
  • Sperrholz 256 mm x 210 mm x 4 mm
  • Holzleiste 256 mm x 20 mm x 10 mm
  • 5 Holzschrauben 3 x 16
  • Gewebeband
  • Klebefilz


Mit Bleistift wurden die schwarzen Schnittlinien auf das Sperrholz übertragen und anschließend mit der Laubsäge ausgeschnitten.


Nach dem Entgraten und Abrunden der Teile mit feinem Schleifpapier (400er), wurden die Teile 1 bis 5 mit Gewebeband verbunden, so dass entlang der grünen Linien ein Scharnier entstand. 



Am unteren Ende der Platte wurde die Holzleiste mit 3 mm Schrauben angebracht. Dazu wurden die 3 mm Löcher in der Ablageplatte [1] gesenkt. Wenn die Holzleiste aus Hartholz ist, lohnt es sich dort entsprechende 2 mm Sacklöcher zu bohren. 5 Pads aus Klebefilz sorgen für einen weichen und ausreichenden Halt des Tablets.



Aufbau: Die Sicherungsklappe [3] wird nach oben geklappt und die Querverbinder [4] und [5] nach unten, um sie im abgewinkelten Standteil [2] einzuhaken. Beim Aufstellen klappt die Sicherungsklappe nach unten und verriegelt die Querverbinder.





Fertig ist die Tablet-Ablage:



PS: die Maße sind nach belieben variierbar und können z.B. dem etwas kleineren iPad angepasst werden. Die Holzleiste könnte auch schmaler sein.

Sonntag, 22. Juni 2014

Funktionsgenerator wiederbelebt

Auch alte Bausatzmodule müssen nicht in den Schrott wandern, nur weil es vermeintlich besseres bzw. moderneres auf dem Markt gibt. Für wenig Geld viel mir ein alter Funktionsgenerator von ELV in die Hände, den es aufzubereiten galt.



Es handelte sich um einen DDS 20 mit folgenden Werten:



Sinus Frequenzbereich:  
0,1 Hz - 20 MHz
Sinus Spannung:  
0 - 4 Vss, Ri = 50 W
Rechteck Frequenzbereich:  
0,5 Hz - 20 MHz
Rechteck Spannung:  
5 Vss, Ri = 50 W,  TTL-Pegel
Wobbelbereich:  
0,1 Hz - 20 MHz
Wobbelfrequenz:  
0,1 Hz - 20 Hz


1. Ausbau der Verschleißteile

... und das sind bei elektronischen Geräten meist die mechanischen Bauteile. In diesem Fall Taster, Potentiometer und Drehgeber. Bei Kontaktproblemen können diese Bauteile richtig Ärger verursachen, besonders wenn dann kein passender Ersatz zu finden ist und nachträglich die Frontplatte geändert werden muss.
Also lieber gleich ersetzen.





2. Bau eines Netzteils

Das Netzteil sollte 100 mA bei +5 V und -5 V liefern. Die Spannungsregler befinden sich schon auf der Platine des Funktionsgenerators. Das Netzteil musste also lediglich eine unstabilisierte Spannung liefern. Die maximale Dropout Spannung benötigt der positive Spannungsregler L7805CV mit 2,5 V, der negative L7905C ist mit 1,4 V unkritischer. Die unstabilisierte Eingangsspannung muss also > 7,5 V sein. 
Ein Transformator mit sekundärseitiger 6 V Wechselspannung liefert nach Gleichrichtung und Glättung und bei Nennlast, etwa 7,7 V. Da ich den Transformator etwas größer als notwendig wählte, lag die Ausgangsspannung noch etwas höher und war in jedem Fall ausreichend.


Die Bauteile:

2 Elektrolytkondensator, 16x25mm, RM 7,5mm
1 Brückengleichrichter B 40 C 1400
2 Sicherungshalter, 5x20mm, max. 6,3A-250V
2 Sicherungen 160mA träge
1 Trafo 2,3VA, 2x 6V, 2x 192mA
1 Netzschalter 2 polig




... übersichtlich auf einer Platine angeordnet:







3. Frontplattenbau

Ein altes lackiertes Stahlgehäuse hatte ich noch auf Lager. Da für die Frontplatte kein passendes Alublech zur Hand war, habe ich kurzerhand eine Frontplatte aus Sperrholz gebaut - mit dem guten Vorsatz, sie bald durch Alu zu ersetzen. 
Nun war es an der Zeit auch die "Verschleißteile" durch neue Bedienelemente zu ersetzen. Der Taster zum Aufruf der Einstellungen wurde nicht mehr als separater Schalter ausgeführt, sondern durch die Tastfunktion des Encoders ersetzt, was die Bedienung vereinfacht.



Bauteile:


1 Inkremental Encoder 12°, mit Taster
1 Drehpoti. linear, 4mm, mono 470 Ohm
2 Drehknöpfe
2 Bananenbuchse 4mm, vollisoliert, rot
2 Bananenbuchse 4mm, vollisoliert, schwarz
2 BNC-Einbaubuchse, 50 Ohm, Lötversion

Sinus- und Rechtecksignale können sowohl an BNC-Buchsen als auch an 4 mm Buchsen für Bananenstecker abgegriffen werden.




4. Einbau ins Gehäuse

Das Netzteil habe ich auf Abstandhaltern montiert und den Schutzleiter am Gehäuse befestigt. 

Der provisorische Stil der Frontplatte setzt sich in deren Beschriftung fort ;-)




5. Test mit dem Oszilloskop: 

10 MHz Rechteck, 5 V:




10 MHz Sinus, 4 Vss:



Die Kurvenform sieht brauchbar aus. Nun muss sich das Gerät der Praxis stellen ...

Sonntag, 8. Juni 2014

PC-Fernsteuerung mit TightVNC

PCs sind in der Regel wartungsbedürftig. Nun befand sich mein "Werkstattrechner" in der Werkstatt, während ich im Büro saß und gerne wissen wollte, wie der aktuelle Stand beim Windows-Update war ... Lauferei!
Der Optiplex FX160 hat auch mein altes Toshiba Laptop der Ladestation abgelöst und übernimmt nun mit LogView die Aufzeichnung des Akkuladevorgangs. Lauferei, wenn ich wissen wollte, ob der Ladevorgang beendet war und der Akku getauscht werden konnte. In Zukunft kann ich mir diese Wege sparen.

Zum Einsatz kommt nun TightVNC for Windows (Version 2.7.10) - eine Remote Control / Remote Desktop Software...

... die ohne richtige Fernbedienung auskommt ;-)

TightVNC besteht aus einem Server und einem Viewer (Client). Auf dem entfernten Rechner dient der Server dazu, den Desktop und dessen Kontrolle via Netzwerk an einen anderen Rechner quasi zu spiegeln. An diesem anderen Rechner - im meinem Fall der Büro-PC - kommt der Viewer zum Einsatz, mit dem ich nun die Kontrolle über den entfernten Rechner habe.

Auf beiden Rechnern installiert, ging es zunächst an die Konfiguration. 

Server-Konfiguration: 

Ein rechter Mausklick auf das V-Icon im Info-Bereich der Taskleiste und dann Configuration auswählen.


Im Anschluss erscheint das Konfigurationsfenster des Servers.


Die meisten Einstellungen sind schon gesetzt. Wichtig: Passworte setzen.
Eine komfortable Funktion ist die Möglichkeit Dateien vom lokalen Rechner auf den Remote-Rechner zu übertragen. Dazu wählt man unter Miscellaneous die Option Enable file transfers aus.
Der Server nutzt die Ports 5800 und 5900. Diese Ports sollten im eigenen Netzwerk nicht geblockt sein. 


Die Viewer Konfiguration:

... erreicht man z.B. über das Connection Fenster beim Aufruf des Viewer durch klick auf Configure.



Wichtig ist hier m.E. die Option Warn at switching to full-screen mode, denn bei dieser Warnung wird noch mal die Tastenkombination angezeigt, mit der man den Full Screen wieder abschalten kann: CTRL-ALT-SHIFT-F.


Mit Klick auf Options ... können im folgenden Fenster die Verbindungsparameter geändert werden.


Hat man alle Einstellung zur eigenen Zufriedenheit gewählt, kann die Verbindung aufgebaut werden. Im Connection Fenster wird der entfernte Rechner dazu z.B. per IP-Adresse spezifiziert. Es folgt die Passwort-Abfrage ...



... und bei richtiger Eingabe wird der Bildschirm des Remote PCs angezeigt:


... in diesem Fall schon mit laufendem LogView Programm.
Oder ohne bereits gestartetes Programm mit dem Desktop:


Mit Hilfe der File Transfer Funktion lassen sich ohne großen Aufwand Dateien zwischen den Rechner austauschen:



Als nächstes werde ich Apps testen, um die Fernsteuerung per Tablet oder Smartphone zu testen.