Donnerstag, 28. März 2013

Achtung ätzend! - Ätzgerät im Selbstbau.

Quelle: wikipedia.org
Beim CSQ-1 Step Sequencer Bau merke ich immer öfter, dass es sinnvoller sein kann, statt einer fliegenden Verkabelung oder Rasterplatinen, gedruckte Schaltungen zu verwenden. 
Nach Recherche im Netz habe ich mich entschlossen ein Ätzgerät zu bauen. Als Ätzmittel soll Natriumpersulfat zum Einsatz kommen, dass für optimale Ergebnisse auf 40-50°C temperiert werden muss. Die handelsüblichen Küvetten-Ätzgeräte (ab 120 €) nutzen dazu einen Tauchheizstab. Zum Umwälzen der Ätzlösung wird Luft eingeblasen. Dadurch verbessert sich der Abtransport des gelösten Kupfers und auch die Temperaturverteilung in der Lösung ist gleichmäßiger.

Material:
... für die Küvette (siehe rechts)
- Glasreste von einem kaputten Fenster
- Kunststoffprofile aus dem Baumarkt
- Silikon

... und weiter:
- Tauchheizstab
- Einblasschlauch
- Rückschlagventil
- Luftpumpe
- Thermometer


Tauchheizstab, Schläuche, Ventil und Pumpe habe ich im Aquarienzubehörhandel für rund 25€ erstanden. Der Heizstab hat 200W. Das Thermostat ließ sich jedoch nur bis 32°C einstellen, eine kleine Kunststoffnase verhinderte das Weiterdrehen des Reglers. Mit etwas Überredungskunst in Form einer Feile, konnte ich dann eine höhere Temperatur einstellen, die für Fische weniger vorteilhaft wäre, sich aber positiv auf Ätzergebnis und Ätzdauer auswirkt.

Der "Trockenlauf" mit Wasser:
... zeigt als Erstes: die Küvette ist dicht und es passen 2 Liter Ätzflüssigkeit hinein.
Ich habe ein digitales Thermometer (Sensor links oben) und ein analoges eingetaucht, um die Temperaturverteilung zu kontrollieren.





Ein erster Test zeigte, dass die Pumpe beim Aufheizen eingeschaltet sein sollte. Ansonsten schaltet die Heizung recht schnell ab, weil sich das Warmwasser oben befindet, wo auch der Thermostat liegt.

Im zweiten Test mit eingeschalteter Pumpe hatte das Wasser anfangs 19°C. Der Heizungsthermostat schaltete nun nach ca. 30 min bei einer gleichmäßigen Wassertemperatur von ca. 47°C das erste Mal ab. Im weiteren Verlauf pendelte die Temperatur zwischen 47°C und 50°C. 


 Das Gerät wird noch in eine Auffangschale gestellt, die im Ernstfall (Küvettenbruch) 2 Liter Ätzflüssigkeit aufnimmt. Der Platinenhalter ist in Arbeit und über den Spritzschutz muss ich mir noch etwas Gedanken machen:



Danach steht ein Test mit Ätzlösung an.

Quelle: wikipedia.org

[Fortsetzung folgt]


Kommentare:

  1. Mein Tauchheizstab (150W) hat es nur bis 42 GradC geschafft. Öffnet man ihn, findet man eine Einstellschraube, die auch nicht mehr zulässt. Verbiegt man den Bimetall, so dass er auf dem Magneten aufliegt, geht es bis 45 GradC (gemessne mit Laborthermometer). Mehr ist nicht drin (reicht gerade eben für Natriumpersulfat)

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    1. Das Ätzen mit Natriumpersulfat funktioniert auch bei 42° C.

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